top of page

29 - After-Sex-Cocktails

  • 5. März
  • 2 Min. Lesezeit

Kennen Sie das: Sie kommen nach Hause, Ihr Mann strahlt Sie zufrieden an, weil seine Plus-eins gerade gegangen ist – und Ihnen extra ein Stück Kuchen von ihrer neuesten Kreation mitgebracht hat?

Ich mag Chloé unendlich, denn sie macht uns beide glücklich. Der Göttergatte bekommt Sex – und ich Kuchen. Ich hoffe, das Sahnehäubchen war schon vorher auf dem Kuchen.


Inzwischen gehört Chloé schon seit ein paar Monaten zum „Sportprogramm“ meines Mannes. Jetzt wird es Zeit, dass all diese Geschichten und Leckereien ein Gesicht bekommen. Wir haben uns also für einen After-Sex-Cocktail im Biergarten verabredet. Tja, und was soll ich sagen? Es war Sympathie auf den ersten Blick. Chloé gehört zu diesen Menschen, die man kennenlernt und sofort mag. Davon abgesehen: Ich habe sie zwar zum ersten Mal gesehen, aber fremd war sie mir nun beim besten Willen nicht. Sie hatte sogar bereits einen Cocktail für mich ausgesucht, der sofort meinen Geschmack traf. Ich kann definitiv verstehen, was mein Mann an ihr mag – und dabei habe ich sie noch nicht mal nackt oder in Aktion gesehen.


Keine drei Tage nach diesem After-Sex-Cocktail mit Chloé taucht plötzlich jemand aus der Versenkung auf, von dem ich seit über drei Monaten nichts gehört hatte. Können Sie sich noch an meinen ersten kurzen Tinderflirt erinnern – den mit dem Mädchennamen, der auch in Chloés Rotation ist, dem ich allerdings nie persönlich begegnet war? Genau der! Offensichtlich hatte ihm ein Vögelchen mit einem sehr sportlichen Po gezwitschert, dass ich ganz niedlich sei und unkompliziert – Fazit: definitiv einen Versuch wert.


Vorteil bei dem Herrn: Er wohnt um die Ecke, ist getestet – und Chloé-geprüft. Das sexuelle TÜV-Siegel unserer Zeit. Also habe ich es ohne langes Überlegen auf einen Versuch ankommen lassen. Und das, obwohl die Rahmenbedingungen alles andere als optimal waren: verfügbares Zeitfenster: 45 Minuten, unerwarteter Periodenbeginn am Morgen, etwas Hemmungen nach dem ganzen Spargel-Spektakel. Aber immerhin – am Vorabend keinen Spargel gegessen. 


Um keine Zeit zu verlieren, war er direkt schon nur in Unterhose, und die Haustür stand offen. Man sah sich, küsste sich – und fand sich sympathisch. Also die Grundvoraussetzungen für eine solide Mittagspausenbespaßung waren schon mal erfüllt. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt mehr mit dem Typen beschäftigt als mit dem Haus, denn das war definitiv ein Moodkiller: Dreck, Wäsche und Kinderkram überall – hot! Schon erstaunlich, dass ein Typ, der auf ein Dutzend Labortests besteht, einen gänzlich haarlosen und geruchsneutralen Körper erwartet, dann ein Badezimmer hat, dessen Abstrich beim Gesundheitsamt akute Räumungsbescheide ausgelöst hätte. Hier hätte ich zum ersten Mal wirklich XXL-Kondome gebraucht, nicht für seinen Schwanz, sondern für meine Füße beim Duschen. Ich verstehe jetzt, warum Chloé gerne zu uns zum Vögeln kommt. Natürlich nur wegen meines sexy Mannes.


Tja, und was soll ich sagen: Sex mit dem Hauseigentümer war eine dreckige Angelegenheit. Ich habe geblutet, gesquirtet, und die vier Analeinläufe wirkten wie Globuli bei Magen-Darm: gut gemeint, aber nutzlos. Der Typ hat es geschafft, in einer Dreiviertelstunde alles aus mir herauszuholen. Na, herzlichen Glückwunsch! Danach brauchte ich erstmal einen Cocktail – ohne Cock, mit extra Eis – um mir klar zu werden, ob das Chloé-Siegel wirklich für meine Art von Qualität steht.

 
 
 

Kommentare


© 2025 by Frau Mustermann Powered and secured by Wix

bottom of page